Gendern im Rundfunk – geht das?

Das „Gendern“, und dabei Männer wie Frauen in der Sprache zu berücksichtigen, sorgt immer wieder für Diskussionsstoff. Befürworterinnen erachten das Gendern als gesellschaftlich notwendig. Sie wollen Frauen in der Sprache sichtbar machen. GegnerInnen meinen, gegenderte Formulierungen machen Texte unverständlich und unlesbar. Ein Beispiel: Wortkonstruktionen wie das sogenannte Binnen-I, ein großgeschriebenes I in der Mitte des Wortes, um eine gemischtgeschlechtliche Gruppe von Zuhörern und Zuhörerinnen anzusprechen. Das erscheint vielen als eine von mehreren holprigen Konstruktionen, die gerade in einem journalistischen Beitrag nichts verloren haben.

Und wie ist das im Rundfunk? Ein Binnen-I ist zum Beispiel nicht hörbar. Auf den ersten Blick scheint das Gendern in der gesprochenen Sprache noch schwieriger umsetzbar zu sein als durch das Schriftbild. Aber stimmt das überhaupt? Und gibt es weitere Wege, gendersensibel Informationen zu transportieren?

Friederike Schwabel sprach dazu mit Andrea Ernst, Vorsitzende des deutschen Journalistinnenbundes. Sie erklärt, warum gendersensibler Journalismus schon bei der Recherche beginnt und gendersensibles Sprechen nicht unmöglich ist.

Moderation: Vitus Wieser.

Lesen Sie auch den Beitrag von Friederike Schwabel im Onlinemagazin Fachjournalist mit weiterführenden Links und Informationen: Gendern im Fachjournalismus: Pro und Kontra

Schutz vor Überwachung und Rechtsverletzung im Netz

Der Deutsche Anwaltstag 2014 in Stuttgart befasste sich mit dem Schwerpunktthema „Freiheit gestalten“. Im Zentrum standen Fragen nach dem Schutz von Persönlichkeitsrechten im Internet, die seit den Enthüllungen von Edward Snowden sehr intensiv in der Gesellschaft diskutiert werden. Für Journalisten sind dabei gerade der Schutz der Privatsphäre und das Thema „Urheberrecht“ relevant.

Martin Lehmann-Waldau hat sich auf dem Anwaltstag mit Herrn Dr. Thomas Lapp zu einigen dieser Fragen unterhalten. Herr Dr. Lapp ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und Spezialist für IT-Recht.

Freie Radios

Denkt man an Radio, fallen einem Deutschlandradio, Lokalradios oder Musiksender ein. Aber neben den öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern gibt es noch eine dritte, kaum wahrgenommene Kategorie: die freien Radios. Die circa 30 stark lokal ausgerichteten Stationen bieten eine ganz andere Art von Programmen und haben sich, obwohl sie nicht-kommerziell arbeiten, fest in ihrem Umfeld etabliert. Ihre Stärke liegt vor allem in der Vielfalt ihres journalistischen Angebots.

Im Gespräch mit Andreas Riemann von Radio Dreyeckland (Freiburg) und Carsten Rose von Radio F.R.E.I. (Erfurt) wirft Adrian Garcia-Landa einen Blick in das Unterholz der deutschen Medienlandschaft.

Adrian Garcia-Landa ist Übersetzer und Unternehmensberater. Er leitet ehrenamtlich das Berliner Kiez- und Bezirksradio Infothek88vier, das Sie werktäglich von 9 bis 10 Uhr auf UKW 88.40 hören können.

Der Journalist als Übersetzer – Fachsprache verständlich machen

Bestandteil einer gründlichen Recherche ist das Hintergrundgespräch mit einer Expertin oder einem Experten. Die Gesprächspartner von Journalistinnen und Journalisten benutzen oft eine Fachsprache, die sich nicht eins zu eins zitieren lässt. Hier wird der Journalist zum Übersetzer. Er muss vermitteln zwischen dem Fachwissen, das der Experte liefert und dem Kenntnisstand seines Publikums, das die Fachbegriffe, die der Experte benutzt, nicht unbedingt versteht.

Rudolf-Werner Dreier ist Pressesprecher der Universität Freiburg und übersetzt jeden Tag: Für Journalisten mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund sowie für die Öffentlichkeit stellt Dreier Forschungsergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität anschaulich dar. Wie arbeitet er sich in die jeweiligen Disziplinen ein? Und was – außer der Übersetzung von Fremdwörtern – zeichnet einen guten Fachtext sonst noch aus? Dieses und mehr fragte Martin Jost.

Über Behinderung reden

Wenn Journalisten über Menschen mit Behinderung berichten, begeben sie sich oft auf unbekanntes Terrain. Es entstehen dann Sätze wie „an den Rollstuhl gefesselt“, „leidet an“ oder „trotz ihrer Behinderung“. Diese Formulierungen sind unpassend, finden Rebekka Makos und Lilli Masuhr. Beide arbeiten für das Internetportal Leidmedien.de, welches zeigt, wie Berichterstattung über Menschen mit Behinderung gelingen kann.

Christine Weingarten sprach mit Lilli Masuhr und Rebekka Maskos über die Arbeit von Leidmedien.de und erfuhr, worauf Journalisten achten sollen, wenn sie über Menschen mit Behinderung berichten.

Lili Masuhr ist Journalistin für Online-Medien und arbeitet für den Hörfunk in Berlin. Sie leitet bei der Berliner Nichtregierungsorganisation Sozialhelden das Projekt Leidmedien.de.

Rebekka Maskos studierte Psychologie und volontierte bei Radio Bremen. Sie arbeitet als frei Journalistin und als Beraterin in einer Frauenberatungsstelle.

Special-Interest-Journalismus: Das Magazin als guter Freund

Wenn wir etwas mit Leidenschaft tun, dann tun wir das in der Regel richtig gut. Wie etwa angeln, kochen oder den Garten verschönern. Wer dazu auch noch eine journalistische Ausbildung durchlaufen hat und gern über sein Hobby berichtet, ist im Special-Interest-Journalismus (SI-Journalismus) gut aufgehoben.

Christine Weingarten sprach mit Sebastian Bröder über die Besonderheiten des SI-Journalismus und erfuhr, was das genau ist und auf welche Dinge Journalisten achten müssen, wenn sie ihr Hobby zum Beruf machen wollen.

Sebastian Bröder ist seit 16 Jahren als freier Journalist und Redaktionsberater tätig. Er volontierte bei einem SI-Magazin und berät zum Thema Special-Interest-Journalismus. Außerdem bietet er Seminare für Volontäre, Redakteure und Öffentlichkeitsarbeiter an.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag Special-Interest-Journalismus – Rat geben aber richtig von Sebastian Bröder im Onlinemagazin Fachjournalist.

Vorhang auf: Der Journalist als Marke

Der Wettbewerb unter Journalisten wird größer. Inwieweit sich Journalisten deshalb als Marke verstehen, positionieren und etablieren sollten, wird im Medienbetrieb aktuell vielfach und teils kontrovers diskutiert.

Beate Schulz sprach zu der Thematik mit der freien Journalistin Carolin Neumann und dem Marken- und Kommunikationsexperten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst.

 

Carolin Neumann ist Geschäftsführerin des VOCER Innovation Medialab und Co-Redaktionsleiterin von VOCER. Als freie Journalistin, Dozentin und Rednerin beschäftigt sie sich vor allem mit der Entwicklung der digitalen Medien. Sie ist Gründerin und erste Vorsitzende des Branchennetzwerks Digital Media Women e.V., das sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in digitalen Berufen einsetzt.

Prof. Dr. Dieter Georg Herbst ist ein international tätiger Marken- und Kommunikationsexperte. Als Geschäftsführer der source1 networks GmbH berät er Unternehmen im In- und Ausland. Er unterrichtet Studenten an mehreren Universitäten in Deutschland und im Ausland, gibt Seminare, hält Vorträge und veröffentlichte bereits mehrere Bücher zu den Themen Kommunikation und Marketing, unter anderem das Buch „Der Mensch als Marke“.

 

Wissenswerte Beiträge zu wichtigen journalistischen Themen und Fragestellungen finden Sie auch im Onlinemagazin Fachjournalist, der Publikation des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV).

Fokus Recht: Zitate, Abmahnung und Schadensersatz

Für freie Journalisten kann es schnell teuer werden, wenn sich Unachtsamkeiten in die Berichterstattung einschleichen. Wer keinen starken Verlag im Rücken hat, fühlt sich oft rechtlichen Auseinandersetzungen gegenüber schutzlos. Bei der Beachtung einiger weniger Grundsätze kann dieses Risiko jedoch deutlich gesenkt werden.

In diesem Podcast bringen wir Licht in die Bereiche des korrekten Zitierens, des Umgangs mit Abmahnungen und der Absicherung gegen mögliche Ansprüche aus fachjournalistischer Besprechung von Produkten oder Dienstleistungen.

Martin Lehmann-Waldau hat zu diesem Thema mit Herrn Dr. Himmelsbach aus München gesprochen. Herr Dr. Himmelsbach ist Rechtsanwalt und Experte für Medien- und Wettbewerbsrecht. In diesem Bereich hat er mehrere Bücher veröffentlicht und bildet dazu Juristen wie Journalisten aus. Seine Expertise speist sich aus jahrelanger Praxis an der Schnittstelle zwischen Recht und Journalismus.

Von Deutschland in die Welt (Teil 2)

Nachrichten aus Deutschland werden in der Welt aufmerksam verfolgt. Besonders, wenn es um die Bundeskanzlerin Angela Merkel geht.
Issac Lluch ist einer der ausländischen Journalisten, die aus Deutschland für ihr eigenes Land berichten. Peter Schulz hat mit ihm über seine Arbeitsbedingungen gesprochen. Daneben erzählt die Spanierin Alejandra López über ihre Erfahrungen beim Funkhaus Europa. Sie arbeitet hier in einer Sendung, die sich an spanischsprachige Hörer in Deutschland richtet und schildert die besonderen Herausforderungen.

Moderation: Mario Weber

Im ersten Teil des Beitrags Von Deutschland in die Welt sprach Peter Schulz mit Journalisten, die für deutsche Medien ins Ausland berichten.

Vocer Innovation Medialab: Den digitalen Medienwandel mitgestalten

Payed Content und Zeitungssterben, neue Darstellungsformen und Crossmedia, Twitter und Instagram: Alle reden über den digitalen Umbruch in der Medienbranche, das Debattenforum Vocer will den Wandel aktiv mitgestalten. Der netzbasierte Think Tank zur Medienkritik Vocer hat Anfang 2013 das Vocer Innovation Medialab gegründet. Ab sofort sollen junge Medienmacher dort nicht nur über die Zukunft des Journalismus nachdenken und diskutieren, sondern Innovationen des Handwerks selbst entwickeln und ausprobieren.

Wie das genau funktionieren soll und welche Ziele Vocer damit verfolgt – darüber sprach Sara Schurmann mit der Geschäftsführerin des Vocer Innovation Medialab, Carolin Neumann, und einem Stipendiaten der Pilotphase des Medialabs, Mark Heywinkel.