Der Journalist als Übersetzer – Fachsprache verständlich machen

Bestandteil einer gründlichen Recherche ist das Hintergrundgespräch mit einer Expertin oder einem Experten. Die Gesprächspartner von Journalistinnen und Journalisten benutzen oft eine Fachsprache, die sich nicht eins zu eins zitieren lässt. Hier wird der Journalist zum Übersetzer. Er muss vermitteln zwischen dem Fachwissen, das der Experte liefert und dem Kenntnisstand seines Publikums, das die Fachbegriffe, die der Experte benutzt, nicht unbedingt versteht.

Rudolf-Werner Dreier ist Pressesprecher der Universität Freiburg und übersetzt jeden Tag: Für Journalisten mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund sowie für die Öffentlichkeit stellt Dreier Forschungsergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität anschaulich dar. Wie arbeitet er sich in die jeweiligen Disziplinen ein? Und was – außer der Übersetzung von Fremdwörtern – zeichnet einen guten Fachtext sonst noch aus? Dieses und mehr fragte Martin Jost.

Über Behinderung reden

Wenn Journalisten über Menschen mit Behinderung berichten, begeben sie sich oft auf unbekanntes Terrain. Es entstehen dann Sätze wie „an den Rollstuhl gefesselt“, „leidet an“ oder „trotz ihrer Behinderung“. Diese Formulierungen sind unpassend, finden Rebekka Makos und Lilli Masuhr. Beide arbeiten für das Internetportal Leidmedien.de, welches zeigt, wie Berichterstattung über Menschen mit Behinderung gelingen kann.

Christine Weingarten sprach mit Lilli Masuhr und Rebekka Maskos über die Arbeit von Leidmedien.de und erfuhr, worauf Journalisten achten sollen, wenn sie über Menschen mit Behinderung berichten.

Lili Masuhr ist Journalistin für Online-Medien und arbeitet für den Hörfunk in Berlin. Sie leitet bei der Berliner Nichtregierungsorganisation Sozialhelden das Projekt Leidmedien.de.

Rebekka Maskos studierte Psychologie und volontierte bei Radio Bremen. Sie arbeitet als frei Journalistin und als Beraterin in einer Frauenberatungsstelle.

Special-Interest-Journalismus: Das Magazin als guter Freund

Wenn wir etwas mit Leidenschaft tun, dann tun wir das in der Regel richtig gut. Wie etwa angeln, kochen oder den Garten verschönern. Wer dazu auch noch eine journalistische Ausbildung durchlaufen hat und gern über sein Hobby berichtet, ist im Special-Interest-Journalismus (SI-Journalismus) gut aufgehoben.

Christine Weingarten sprach mit Sebastian Bröder über die Besonderheiten des SI-Journalismus und erfuhr, was das genau ist und auf welche Dinge Journalisten achten müssen, wenn sie ihr Hobby zum Beruf machen wollen.

Sebastian Bröder ist seit 16 Jahren als freier Journalist und Redaktionsberater tätig. Er volontierte bei einem SI-Magazin und berät zum Thema Special-Interest-Journalismus. Außerdem bietet er Seminare für Volontäre, Redakteure und Öffentlichkeitsarbeiter an.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag Special-Interest-Journalismus – Rat geben aber richtig von Sebastian Bröder im Onlinemagazin Fachjournalist.

Vorhang auf: Der Journalist als Marke

Der Wettbewerb unter Journalisten wird größer. Inwieweit sich Journalisten deshalb als Marke verstehen, positionieren und etablieren sollten, wird im Medienbetrieb aktuell vielfach und teils kontrovers diskutiert.

Beate Schulz sprach zu der Thematik mit der freien Journalistin Carolin Neumann und dem Marken- und Kommunikationsexperten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst.

 

Carolin Neumann ist Geschäftsführerin des VOCER Innovation Medialab und Co-Redaktionsleiterin von VOCER. Als freie Journalistin, Dozentin und Rednerin beschäftigt sie sich vor allem mit der Entwicklung der digitalen Medien. Sie ist Gründerin und erste Vorsitzende des Branchennetzwerks Digital Media Women e.V., das sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in digitalen Berufen einsetzt.

Prof. Dr. Dieter Georg Herbst ist ein international tätiger Marken- und Kommunikationsexperte. Als Geschäftsführer der source1 networks GmbH berät er Unternehmen im In- und Ausland. Er unterrichtet Studenten an mehreren Universitäten in Deutschland und im Ausland, gibt Seminare, hält Vorträge und veröffentlichte bereits mehrere Bücher zu den Themen Kommunikation und Marketing, unter anderem das Buch „Der Mensch als Marke“.

 

Wissenswerte Beiträge zu wichtigen journalistischen Themen und Fragestellungen finden Sie auch im Onlinemagazin Fachjournalist, der Publikation des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV).

Fokus Recht: Zitate, Abmahnung und Schadensersatz

Für freie Journalisten kann es schnell teuer werden, wenn sich Unachtsamkeiten in die Berichterstattung einschleichen. Wer keinen starken Verlag im Rücken hat, fühlt sich oft rechtlichen Auseinandersetzungen gegenüber schutzlos. Bei der Beachtung einiger weniger Grundsätze kann dieses Risiko jedoch deutlich gesenkt werden.

In diesem Podcast bringen wir Licht in die Bereiche des korrekten Zitierens, des Umgangs mit Abmahnungen und der Absicherung gegen mögliche Ansprüche aus fachjournalistischer Besprechung von Produkten oder Dienstleistungen.

Martin Lehmann-Waldau hat zu diesem Thema mit Herrn Dr. Himmelsbach aus München gesprochen. Herr Dr. Himmelsbach ist Rechtsanwalt und Experte für Medien- und Wettbewerbsrecht. In diesem Bereich hat er mehrere Bücher veröffentlicht und bildet dazu Juristen wie Journalisten aus. Seine Expertise speist sich aus jahrelanger Praxis an der Schnittstelle zwischen Recht und Journalismus.

Von Deutschland in die Welt (Teil 2)

Nachrichten aus Deutschland werden in der Welt aufmerksam verfolgt. Besonders, wenn es um die Bundeskanzlerin Angela Merkel geht.
Issac Lluch ist einer der ausländischen Journalisten, die aus Deutschland für ihr eigenes Land berichten. Peter Schulz hat mit ihm über seine Arbeitsbedingungen gesprochen. Daneben erzählt die Spanierin Alejandra López über ihre Erfahrungen beim Funkhaus Europa. Sie arbeitet hier in einer Sendung, die sich an spanischsprachige Hörer in Deutschland richtet und schildert die besonderen Herausforderungen.

Moderation: Mario Weber

Im ersten Teil des Beitrags Von Deutschland in die Welt sprach Peter Schulz mit Journalisten, die für deutsche Medien ins Ausland berichten.

Vocer Innovation Medialab: Den digitalen Medienwandel mitgestalten

Payed Content und Zeitungssterben, neue Darstellungsformen und Crossmedia, Twitter und Instagram: Alle reden über den digitalen Umbruch in der Medienbranche, das Debattenforum Vocer will den Wandel aktiv mitgestalten. Der netzbasierte Think Tank zur Medienkritik Vocer hat Anfang 2013 das Vocer Innovation Medialab gegründet. Ab sofort sollen junge Medienmacher dort nicht nur über die Zukunft des Journalismus nachdenken und diskutieren, sondern Innovationen des Handwerks selbst entwickeln und ausprobieren.

Wie das genau funktionieren soll und welche Ziele Vocer damit verfolgt – darüber sprach Sara Schurmann mit der Geschäftsführerin des Vocer Innovation Medialab, Carolin Neumann, und einem Stipendiaten der Pilotphase des Medialabs, Mark Heywinkel.

Expertise, Flexibilität, crossmediale Kompetenz: Wegweiser durch die Medienkrise

Der Qualitätsjournalismus steckt in der Krise. Und das nicht erst seit heute. Das „Aus“ von „Financial Times“ und die Entwicklungen bei „Frankfurter Rundschau“, dapd und der “Westfälischen Rundschau“ haben die Debatte um die Zukunft der Branche verstärkt.

Was bedeutet diese Entwicklung für Fachjournalisten? Gibt es noch „sichere“ Ressorts, die eine Spezialisierung sinnvoll erscheinen lassen? Inwieweit wird das Internet weiterhin den Markt verändern und wie können Fachjournalisten auf die sich wandelnden Anforderungen reagieren?

Im Jahr 2010 ist eine vom Deutschen Fachjournalisten-Verband geförderte Studie zu den Rahmenbedingungen von Qualitätsjournalismus in strukturellen und konjunkturellen Krisenzeiten erschienen.

Friederike Schwabel sprach mit dem Leiter der Studie, Klaus Beck, Professor für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Leiter der Arbeitsstelle Kommunikationspolitik/Medienökonomie an der Freien Universität Berlin darüber, wie die Branche sich verändert und wie Fachjournalisten sich in dem schwierigen Markt positionieren können.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der oben genannten Studie ist unter dem Titel „Quo vadis journalistische Qualität?“ im Fachjournalist erschienen.

Von Deutschland in die Welt (Teil 1) – Über Journalisten, die für das Ausland berichten

Nur wenige Länder leisten sich einen eigenen Sender, der Radio- und Fernsehberichte speziell für andere Länder produziert. In Deutschland ist das die Deutsche Welle. Wie die große Schwester BBC in Großbritannien, sendet die Deutsche Welle ihre Programme in alle Welt. Ihre Aufgabe ist es, Deutschland im Ausland verständlich zu machen und den Austausch der Kulturen zu fördern.

In einem Beitrag von Peter Schulz sprechen Ursula Moreno und Frank Kempe über ihre Erfahrungen im Auslandsjournalismus, ihr Zielpublikum und die Besonderheiten und Herausforderungen ihrer Arbeit.

Erfahren Sie mehr unter www.dw.de.

Kopfkino: Sport live im Radio

Es war die Stimme von Radioreporter Herbert Zimmermann, die das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 als „Wunder von Bern“ in die deutschen Wohnzimmer brachte. Diese Stimme machte ihn und das Spiel weltberühmt. Heute bringen die Herbert Zimmermanns, Werner Hanschs oder Manni Breukmanns dieser Welt die großen Sportereignisse nicht mehr nur ins Wohnzimmer – dank der mobilen Medien sind sie überall dabei. Die Radioreporter vor Ort sind Augen und Ohren des Zuhörers und holen ihn mitten ins Geschehen.

Wie schafft man es, die Zuhörer mit der Begeisterung und Leidenschaft des Ereignisses zu infizieren, wie entsteht der Radio-Live-Beitrag und wofür begeistern sich die Hörer am meisten? Darüber sprach Kirsten Greve mit Michael Augustin, Sportreporter bei ARD und NDR.