Vorhang auf: Der Journalist als Marke

Der Wettbewerb unter Journalisten wird größer. Inwieweit sich Journalisten deshalb als Marke verstehen, positionieren und etablieren sollten, wird im Medienbetrieb aktuell vielfach und teils kontrovers diskutiert.

Beate Schulz sprach zu der Thematik mit der freien Journalistin Carolin Neumann und dem Marken- und Kommunikationsexperten Prof. Dr. Dieter Georg Herbst.

 

Carolin Neumann ist Geschäftsführerin des VOCER Innovation Medialab und Co-Redaktionsleiterin von VOCER. Als freie Journalistin, Dozentin und Rednerin beschäftigt sie sich vor allem mit der Entwicklung der digitalen Medien. Sie ist Gründerin und erste Vorsitzende des Branchennetzwerks Digital Media Women e.V., das sich für mehr Sichtbarkeit von Frauen in digitalen Berufen einsetzt.

Prof. Dr. Dieter Georg Herbst ist ein international tätiger Marken- und Kommunikationsexperte. Als Geschäftsführer der source1 networks GmbH berät er Unternehmen im In- und Ausland. Er unterrichtet Studenten an mehreren Universitäten in Deutschland und im Ausland, gibt Seminare, hält Vorträge und veröffentlichte bereits mehrere Bücher zu den Themen Kommunikation und Marketing, unter anderem das Buch „Der Mensch als Marke“.

 

Wissenswerte Beiträge zu wichtigen journalistischen Themen und Fragestellungen finden Sie auch im Onlinemagazin Fachjournalist, der Publikation des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV).

Fokus Recht: Zitate, Abmahnung und Schadensersatz

Für freie Journalisten kann es schnell teuer werden, wenn sich Unachtsamkeiten in die Berichterstattung einschleichen. Wer keinen starken Verlag im Rücken hat, fühlt sich oft rechtlichen Auseinandersetzungen gegenüber schutzlos. Bei der Beachtung einiger weniger Grundsätze kann dieses Risiko jedoch deutlich gesenkt werden.

In diesem Podcast bringen wir Licht in die Bereiche des korrekten Zitierens, des Umgangs mit Abmahnungen und der Absicherung gegen mögliche Ansprüche aus fachjournalistischer Besprechung von Produkten oder Dienstleistungen.

Martin Lehmann-Waldau hat zu diesem Thema mit Herrn Dr. Himmelsbach aus München gesprochen. Herr Dr. Himmelsbach ist Rechtsanwalt und Experte für Medien- und Wettbewerbsrecht. In diesem Bereich hat er mehrere Bücher veröffentlicht und bildet dazu Juristen wie Journalisten aus. Seine Expertise speist sich aus jahrelanger Praxis an der Schnittstelle zwischen Recht und Journalismus.

Von Deutschland in die Welt (Teil 2)

Nachrichten aus Deutschland werden in der Welt aufmerksam verfolgt. Besonders, wenn es um die Bundeskanzlerin Angela Merkel geht.
Issac Lluch ist einer der ausländischen Journalisten, die aus Deutschland für ihr eigenes Land berichten. Peter Schulz hat mit ihm über seine Arbeitsbedingungen gesprochen. Daneben erzählt die Spanierin Alejandra López über ihre Erfahrungen beim Funkhaus Europa. Sie arbeitet hier in einer Sendung, die sich an spanischsprachige Hörer in Deutschland richtet und schildert die besonderen Herausforderungen.

Moderation: Mario Weber

Im ersten Teil des Beitrags Von Deutschland in die Welt sprach Peter Schulz mit Journalisten, die für deutsche Medien ins Ausland berichten.

Vocer Innovation Medialab: Den digitalen Medienwandel mitgestalten

Payed Content und Zeitungssterben, neue Darstellungsformen und Crossmedia, Twitter und Instagram: Alle reden über den digitalen Umbruch in der Medienbranche, das Debattenforum Vocer will den Wandel aktiv mitgestalten. Der netzbasierte Think Tank zur Medienkritik Vocer hat Anfang 2013 das Vocer Innovation Medialab gegründet. Ab sofort sollen junge Medienmacher dort nicht nur über die Zukunft des Journalismus nachdenken und diskutieren, sondern Innovationen des Handwerks selbst entwickeln und ausprobieren.

Wie das genau funktionieren soll und welche Ziele Vocer damit verfolgt – darüber sprach Sara Schurmann mit der Geschäftsführerin des Vocer Innovation Medialab, Carolin Neumann, und einem Stipendiaten der Pilotphase des Medialabs, Mark Heywinkel.

Von Deutschland in die Welt (Teil 1) – Über Journalisten, die für das Ausland berichten

Nur wenige Länder leisten sich einen eigenen Sender, der Radio- und Fernsehberichte speziell für andere Länder produziert. In Deutschland ist das die Deutsche Welle. Wie die große Schwester BBC in Großbritannien, sendet die Deutsche Welle ihre Programme in alle Welt. Ihre Aufgabe ist es, Deutschland im Ausland verständlich zu machen und den Austausch der Kulturen zu fördern.

In einem Beitrag von Peter Schulz sprechen Ursula Moreno und Frank Kempe über ihre Erfahrungen im Auslandsjournalismus, ihr Zielpublikum und die Besonderheiten und Herausforderungen ihrer Arbeit.

Erfahren Sie mehr unter www.dw.de.

Kopfkino: Sport live im Radio

Es war die Stimme von Radioreporter Herbert Zimmermann, die das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 als „Wunder von Bern“ in die deutschen Wohnzimmer brachte. Diese Stimme machte ihn und das Spiel weltberühmt. Heute bringen die Herbert Zimmermanns, Werner Hanschs oder Manni Breukmanns dieser Welt die großen Sportereignisse nicht mehr nur ins Wohnzimmer – dank der mobilen Medien sind sie überall dabei. Die Radioreporter vor Ort sind Augen und Ohren des Zuhörers und holen ihn mitten ins Geschehen.

Wie schafft man es, die Zuhörer mit der Begeisterung und Leidenschaft des Ereignisses zu infizieren, wie entsteht der Radio-Live-Beitrag und wofür begeistern sich die Hörer am meisten? Darüber sprach Kirsten Greve mit Michael Augustin, Sportreporter bei ARD und NDR.

Einloggen für „log in“ – die interaktive Talkshow

Alle reden vom interaktiven Fernsehen, doch nur wenige Sendungen binden ihr Publikum tatsächlich aktiv mit ein. „log in“ ist so eine Sendung. In anderen Talkshows sitzen die aktivsten Diskussionsteilnehmer im Fernsehstudio. Bei „log in“ hingegen gestalten die Zuschauer die Sendung online mit. Ob via Facebook, Twitter oder Live-Chat im Blog von „log in“: Die User-Kommentare sind nicht nur schmückendes Beiwerk zum Gespräch, sondern bestimmen den Verlauf der Diskussion maßgeblich mit.

Seit der Erstausstrahlung am 23. November 2010 moderiert Wolf-Christian Ulrich die Sendung auf ZDFinfo. Jeden Mittwoch diskutiert der TV-Journalist crossmedial mit seinen Gästen und dem Publikum über Gesellschafts- und Politikthemen. Im Gespräch mit Christine Weingarten erklärt er, wie „log in“ funktioniert und wie die Idee vom interaktiven Fernsehen die Sendung prägt.

„log in“ – immer mittwochs um 21 Uhr auf ZDFinfo und im Livestream der Sendung auf blog.zdf.de/zdflogin.

Interview: Christine Weingarten, Redaktion: Ricarda Terjung und Christine Weingarten.

Die Reportage: Eine Liebeserklärung

Ein „Kino im Kopf“ soll sie erzeugen, sinnlich und subjektiv, aber nicht wertend sein, ein Stück der Welt genauer erklären, es „fühlbar“ machen – die Reportage gilt als Königsdisziplin des Journalismus. Gleichzeitig wird ihr aber auch mit Misstrauen begegnet, der Bericht gilt oft als die ernsthaftere Form der Auseinandersetzung mit einem Thema. Deshalb, und weil sie Aufwand, Platz und Geld erfordert, handelt es sich bei der Reportage um eine vernachlässigte Stilform. Bedauerlicherweise – findet zumindest Ulrich Gineiger.

Im Gespräch mit Leonie Feuerbach erklärt der Reporter und Moderator Ulrich Gineiger, was die Reportage so einzigartig macht, wann sie am besten zum Einsatz kommt und was das Besondere an Reportagen fürs Hören ist.

„Die eigene Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen“ – Journalistische Darstellung technischer Innovationen

Gelungene Berichte über Innovationen fordern Journalisten einiges ab. Neben gründlicher Recherche zu den technischen Hintergründen, sind auch die Einflüsse auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene im Blick zu behalten. Darüber hinaus ist häufig eine intime Kenntnis der Materie aus eigener Erfahrung nötig, um Authentizität zu garantieren.
Der Journalist und Moderator Franz Alt hat sich auf das Spezialgebiet der erneuerbaren Energien konzentriert. Er ist der Ansicht, dass Journalisten mehr Lust auf die Zukunft haben sollten.
Im Interview mit Martin Lehmann-Waldau erklärt Franz Alt, wie der Umgang mit neuen Technologien journalistisch gelingt und welche Probleme sich stellen.

Mehr zu Franz Alt und der Solarenergie finden Sie auf www.sonnenseite.com

Crossmedia: Mehrarbeit mit Mehrwert

Das Internet wird nicht mehr verschwinden. Journalisten müssen sich darauf einstellen, denn das Netz wird ihre Arbeit dauerhaft beeinflussen. Das weiß auch Denise Peikert, sie ist seit Oktober 2010 Schülerin der Deutschen Journalistenschule in München und Chefredakteurin des Lehrmagazins Hive. Hive gibt es zwar auch als gedrucktes Magazin, es versteht sich aber als „Medium für die digitale Gesellschaft“ und präsentiert sich entsprechend – hauptsächlich online. Auf der Internetseite stehen meist nicht nur die blanken Artikel, sie werden multimedial aufbereitet mit Audio- und Videoelementen. Die jungen Journalisten bauen dafür nicht nur Slide-Shows, sondern werden systematisch auf crossmediales Arbeiten im Internet vorbereitet. Denn an der Deutschen Journalistenschule gilt das Motto: „Online is always“.

Denise Peikert erklärt im Interview, wie crossmediales Arbeiten in der Praxis aussieht, was das für die Ausbildung der Journalistenschüler bedeutet und warum sich der Mehraufwand lohnt. Mit ihr sprach Sara Schurmann.

Mehr zum Thema crossmediales Arbeiten finden Sie auch in der Oktoberausgabe des Fachjournalist.