01. September 2010
Was machen Merkel und Co? Wie geht es der Wirtschaft? Was passiert in der Welt? Solche und ähnliche Fragen sind schnell beantwortet mit einem Blick ins Internet. Die Online-Ausgaben der Tageszeitungen und Magazine bieten Bilder, Nachrichten und ausführliche Artikel. Und das alles kostenlos. Aber wer bezahlt die journalistische Arbeit, die in den Artikeln und Nachrichten steckt? – Besonders in Zeiten sinkender Werbeeinnahmen.
Über zukünftige Finanzierungsmodelle im Internet sprach Christine Weingarten mit Leif Kramp. Er ist Dozent für den Studiengang Journalistik an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg. Zusammen mit Prof. Dr. Stephan Weichert erforscht er die Zukunft des Qualitätsjournalismus. Im Herbst 2010 erscheinen dazu die Bände „Wozu noch Journalismus?“ und „Digitale Mediapolis. Die neue Öffentlichkeit im Internet.“
Tags: Finanzierung, Qualitätsjournalismus
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01. August 2010
Stellen Sie sich vor, ein Terroranschlag wird verübt – und niemand erfährt davon. Anschläge sind nur deshalb so effektiv, weil Medien über sie berichten. Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet multiplizieren ihre verheerende, jedoch meist lokal begrenzte Wirkung.
Wird in den Medien zu viel über Terroranschläge berichtet und den Terroristen so zu viel Macht gegeben? Oder erhalten Bürger gar zu wenige Informationen, um den Hintergrund der Konflikte richtig einschätzen könnte?
Darüber sprach Leonie Feuerbach für Sie mit Michael Clasen. Er ist Politikredakteur bei der neuen Osnabrücker Zeitung und bereiste über ein Dutzend Mal Krisengebiete im Nahen und Mittleren Osten. Seine Eindrücke, insbesondere aus dem Irak und aus Afghanistan, hielt der Journalist in seinem Buch fest: „Der Fluch des langen Krieges: Wie Osama bin Laden den Westen zu besiegen droht“. Im Auftrag des afghanischen Wirtschaftsministeriums verfasste Clasen Mitte 2006 die Studie „Wie der Westen die neue Freiheit Afghanistans (nicht) verspielt“. 2007 war er Mitbegründer der „Luftbrücke Irak“, die junge Terroropfer nach Deutschland einfliegt, um sie medizinisch zu versorgen.
Mehr über Michael Clasen lesen Sie im Fachjournalist Heft3/2010: Vom Politikredakteur zum Kriegsberichterstatter
Tags: Krisenberichterstattung, Terroranschläge
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01. Juli 2010
„Landlust“, „Ct“ und „Golfmagazin“: Zeitschriften rund um die Themen Land, Technik und Sport. Doch nicht jeden interessiert es, wie man Kräuter und Gartenblumen zu einem Kranz bindet, ob ein weiterer WLAN-Router mit 450 Mbit/s auf dem Markt kommt und mit welchem Pitch die Fahne attackiert wird. Das bedeutet: Zielgruppe statt breites Publikum für die Auflage.
In Deutschland sind, laut dem Mediendienst „media-info.net“, etwa 3500 Fachzeitschriften gelistet, darunter etwa 1500 Titel mit einem wissenschaftlichen Fokus sowie Titel mit kleiner Auflage. Das alles eingeteilt in Fach- und Untergruppen.
Ob Dienstleistung, Industrie, Handel oder Medizin, für jeden Wissensdurst ist etwas dabei. So finden diese Themen im Journalismus ihren Platz. Die fachliche spezialisierte Journalistentätigkeit, bei der sich der Journalist auf ein Fach, ein Thema oder einen Gegenstand spezialisiert, ist der Fachjournalismus. Das sagt der Deutsche Fachjournalisten-Verband.
Sportjournalismus, Wirtschaftsjournalismus, Technikjournalismus und Reisejournalismus, um nur einige Themenfelder zu nennen. Die Vielfalt ist groß. Ist es denn ein Fachjournalismus oder sind es die Fachjournalismen? Und wie grenzen sich die Fachmedien genau ab?
Prof. Dr. Beatrice Dernbach ist Professorin für Journalismus in Theorie und Praxis an der Hochschule Bremen. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören, unter anderem, Fachjournalistik und Fachjournalismus. In ihrem Buch „Die Vielfalt des Fachjournalismus – eine systematische Einführung“ hat sie das Thema genauer unter die Lupe genommen. Joanna Lawrynowicz hat mit ihr gesprochen.
Tags: Fachjournalismus, Fachzeitschriften
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01. Juni 2010
Sie haben so vielversprechende Namen wie Astrodicticum Simplex, Zeittaucher oder Alles was fliegt. Bei den ScienceBlogs schreiben Wissenschaftler – darunter Planetologen, Mathematiker und Biologen – sowie Journalisten unterhaltsam und für alle verständlich zu Themen, die sie bewegen. Sie präsentieren, kommentieren und diskutieren. Die Überschreitung von Fächergrenzen und das Stellen “dummer” Fragen ist dabei ausdrücklich erlaubt. So entsteht ein reger Austausch zwischen Wissenschaftlern, Journalisten und interessierten Laien.
Nadine Flerlage sprach mit Marc Scheloske, dem leitenden Redakteur von ScienceBlogs, über die ScienceBlogs.
Sie hören eine Podcastepisode von Kirsten Greve und Nadine Flerlage.
Tags: Blog, Web 2.0, Wissenschaft
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01. Mai 2010
Eigentlich sollten viele Arbeitsweisen im Radio selbstverständlich sein: Zum Beispiel, es wird nichts vorgegaukelt, was nicht tatsächlich so ist oder was nicht live ist, wird auch nicht als live verkauft.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit – könnte man denken. Jedoch sieht der Arbeitsalltag in vielen Radioredaktionen anders aus. Dort wird gerne mal bei Gewinnspielen gemogelt oder ein PR-Beitrag im redaktionellen Programm gespielt.
Um an dieser Situation etwas zu ändern, haben sich bereits 2007 Vertreter aus privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk zu der Initiative „Fair Radio“ zusammengeschlossen und Leitlinien entwickelt, die einer Art Pressekodex für das Radio gleichen.
Unsere Reporterin Angela Niggemeyer sprach mit Professorin Barbara Witte, Leiterin des Studiengangs Fachjournalistik an der Hochschule Bremen, und bat sie jetzt – rund drei Jahre später – um eine Einschätzung der Lage in der deutschen Radio-Landschaft.
Mehr zum Thema lesen Sie im Fachjournalist Heft 4/2008 in dem Artikel Fair Radio von Sandra Müller.
Tags: Fairness, Glaubwürdigkeit, Pressekodex
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01. April 2010
Unterschiedliche Textarten findet man überall und für jeden denkbaren Zweck. Ob im Internet, in der Zeitung oder in der U-Bahn – Texte sind allgegenwärtig. Doch was genau ist eigentlich ein journalistischer Text? Und wie unterscheidet er sich von Pressetexten, wissenschaftlichen Texten, literarischen Texten oder Werbetexten? Auch die journalistischen Texte sind keineswegs alle gleichartig. Wer die Artikel aus der Bild-Zeitung mit jenen aus dem SPIEGEL vergleicht, merkt das schnell.
Vielen Journalisten wird das Kompliment gemacht, sie hätten eine „gute Schreibe“ oder ein „tolles Sprachgefühl“. Wie kann man sich aber einen „guten Schreibstil“ aneignen? In der Praxis trifft man häufig angehende Journalisten oder auch ausgebildete Fachjournalisten, die ein enormes Wissen in ihrem Fachgebiet haben – aber Probleme beim Schreiben von journalistischen Texten. Überraschend ist das nicht. Hochschulabsolventen lernen jahrelang das Anfertigen von wissenschaftlichen Texten. Wo liegt also das Geheimnis des guten Schreibstils und wie kann man ihn erlernen?
Hermann Tydecks spricht mit einer Expertin, die es wissen muss. Gabriele Hooffacker ist langjährige Journalistin, Autorin zahlreicher Veröffentlichungen und Gründerin der Journalistenakademie in München.
Tags: Fortbildung, Schreibstil
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01. März 2010
Zum Jubiläum des Fachjournalist-Podcast hören Sie eine Episode über den Fachjournalist-Podcast. Brigitte Hagedorn , die sonst das Projekt im Hintergrund betreut, hat eine bunte Collage aus O-Tönen und Statements der “Macher” und der Initiatoren des Podcasts zusammengestellt: Redaktionsmitglieder sagen, warum sie bei diesem Projekt mitmachen, was ihnen gefällt und was verbessert werden könnte. Außerdem hören Sie von Stefanie Severin und Lars von Hugo vom Deutschen Fachjournalisten-Verband, wie die Zukunft des Podcasts aussehen soll.
Tags: DFJV, Podcast
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01. Februar 2010
Das Web 2.0 mit seinen Blogs, Communities wie facebook und Videoplattformen wie YouTube gilt als Mitmach-Internet. Sein Einfluss auf die Medienentwicklung und -nutzung ist unverkennbar. So werden ehemalige Empfänger zum Sender. Dies krempelt das bisherige “Funktionsprinzip” der Medien um. Über seine Bedeutung für den Journalismus und seine Auswirkungen auf unsere Kultur wird gestritten. Viele Journalisten müssen sich in dieser veränderten Kommunikationswelt erst neu zurechtfinden – ob sie wollen oder nicht.
Im Fachjournalist Heft 1/2010 entwerfen Klemens Skibicki und Frank Mühlenbeck eine sehr positive Perspektive. In dem Artikel Journalismus und die Web-2.0-Revolution bauen sie auf die Aktivität der Mediennutzer und die “Weisheit der Massen”.
Joachim Fulda sprach mit Prof. Klemens Skibicki von Brain Injection über Chancen und Risiken des Web 2.0 für den heutigen Journalisten.
Tags: Web 2.0, Weisheit der Massen
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01. Januar 2010
Die meisten traf sie überraschend. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise war mit der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 plötzlich für alle sichtbar.
Keiner hat sie kommen sehen. Oder doch?
Vor allem Fachmedien hatten frühzeitig auf die möglichen Auswirkungen des Immobilienbooms in den USA aufmerksam gemacht. Erhört wurden sie von den allermeisten nicht.
Hat also der Wirtschaftsjournalismus versagt? Oder ist die Wirtschaftsberichterstattung in der Krise vielleicht eine neue Sternstunde der Branche?
Kirsten Greve sprach mit Thomas Feldhaus, freier Wirtschaftsjournalist und Inhaber des Redaktionsbüros nachfrage …dieWirtschaftsredaktion.
Den Artikel Nach der Krise ist vor der Krise von Thomas Feldhaus lesen Sie im Fachjournalist Heft 4/2009.
Tags: Wirtschaftskrise
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01. Dezember 2009
Service-Point, Wellness-Weekend, downloaden und updaten – Begriffe dieser Art sind für Teile der deutschen Bevölkerung das Normalste der Welt. Was für den einen cool und modern klingt, ruft bei dem anderen ein eher befremdliches Gefühl hervor. Eines ist dabei klar: Wer über keine oder nur minimale Englisch-Kenntnisse verfügt, ist raus. Raus aus der Welt des Denglischen, das sich schon längst in unserem Wortschatz eingeschlichen hat und in den Medien verbreitet wird. Aber was genau passiert mit der deutschen Sprache? Ob sie schon bald ganz verschwunden sein wird, warum die Deutschen ihre Sprache nicht schützen und was die deutsche Sprache eigentlich so wertvoll macht, darüber hat unsere Reporterin Carolin Winterholler mit der freien Journalistin und Übersetzerin für Französisch und Spanisch Birgit Stolz gesprochen.
Den Artikel Ist die deutsche Sprache noch zu retten? von Birgit Stolz lesen Sie im Fachjournalist Heft 3/2009.
Tags: deutsch, Sprache
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