Gendern im Rundfunk – geht das?

Das „Gendern“, und dabei Männer wie Frauen in der Sprache zu berücksichtigen, sorgt immer wieder für Diskussionsstoff. Befürworterinnen erachten das Gendern als gesellschaftlich notwendig. Sie wollen Frauen in der Sprache sichtbar machen. GegnerInnen meinen, gegenderte Formulierungen machen Texte unverständlich und unlesbar. Ein Beispiel: Wortkonstruktionen wie das sogenannte Binnen-I, ein großgeschriebenes I in der Mitte des Wortes, um eine gemischtgeschlechtliche Gruppe von Zuhörern und Zuhörerinnen anzusprechen. Das erscheint vielen als eine von mehreren holprigen Konstruktionen, die gerade in einem journalistischen Beitrag nichts verloren haben.

Und wie ist das im Rundfunk? Ein Binnen-I ist zum Beispiel nicht hörbar. Auf den ersten Blick scheint das Gendern in der gesprochenen Sprache noch schwieriger umsetzbar zu sein als durch das Schriftbild. Aber stimmt das überhaupt? Und gibt es weitere Wege, gendersensibel Informationen zu transportieren?

Friederike Schwabel sprach dazu mit Andrea Ernst, Vorsitzende des deutschen Journalistinnenbundes. Sie erklärt, warum gendersensibler Journalismus schon bei der Recherche beginnt und gendersensibles Sprechen nicht unmöglich ist.

Moderation: Vitus Wieser.

Lesen Sie auch den Beitrag von Friederike Schwabel im Onlinemagazin Fachjournalist mit weiterführenden Links und Informationen: Gendern im Fachjournalismus: Pro und Kontra

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