Über den richtigen Umgang mit Quellen

„Sein bester Abschluss“, so lautet der Titel eines Artikels, der 1993 im Stern erschienen ist. Dieser Text zwang den damaligen IG-Metall Vorsitzenden Franz Steinkühler zum Rücktritt. Der Journalist Michael Backhaus hatte in seinem Artikel aufgedeckt, dass Steinkühler mit krummen Aktiengeschäften Geld verdiente. Eine anonyme Quelle hatte Backhaus von den Machenschaften des IG-Metallchefs erzählt. Eine Quelle, die es zu schützen galt, denn Steinkühler versuchte den Informanten ausfindig zu machen. Journalist Backhaus hat seine Pflicht gegenüber der Quelle erfüllt. – Bis heute ist nicht bekannt, wer der Informant war.
Quellen auszuplaudern ist tabu. Im Fall Backhaus zum Schutz des Informanten. Doch auch über ihre Recherchewege sprechen Journalisten nicht gerne. Dabei können gerade angehende Journalisten viel von ihren erfahrenen Kollegen lernen.

Auf der Fachkonferenz „Menschen und Papier – Quellen finden und öffnen“ brach der Interessenverband investigativ arbeitender Journalisten, Netzwerk Recherche e.V., das Schweigen. Wiebke Harms sprach mit Thomas Schnedler, Mitorganisator der Konferenz, über den Umgang mit Quellen.

Weitere Informationen finden Sie im Fachjournalist Heft 2/2009: Wie Journalisten Quellen finden und öffnen von Thomas Schnedler.

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