Mobile Reporting: das Smartphone als journalistisches Werkzeug

Smartphones sind kaum noch wegzudenken aus dem Alltag. Mit den modernen Hightech-Geräten kann man nicht nur Telefonieren und Nachrichten verschicken, sondern auch Fotografieren, Videos drehen und Interviews aufzeichnen. Fast 46 Millionen Personen nutzen hierzulande inzwischen ein Smartphone – und so verwundert es auch nicht, dass immer mehr Journalisten das Smartphone als praktisches Arbeitsmittel für sich entdecken.

Mobile Reporting ist auf dem Vormarsch. Aber was hat es damit auf sich? Und wie funktioniert es genau? Dies verrät der Multimediajournalist Marcus Bösch im Interview mit Annika Grunert.

Marcus Bösch ist Journalist, Unternehmer und Dozent. Er praktiziert nicht nur digitalen Journalismus und Mobile Reporting, sondern unterrichtet auch diese Themen. Der Multimediajournalist ist unter anderem tätig für die „Deutsche Welle“, „Zeit Online“, „Axel Springer“ und die „ARD“.

Einblicke: Berufsalltag eines Journalisten in einer kleinen Lokalredaktion

Klingelnde Telefone, blinkende Computer und eilig umherlaufende Journalisten mit Handys am Ohr – ganz normaler Alltag in einer großen Redaktion, die keinen Termin versäumen und keine Geschichte verpassen darf.

Doch, wie schaut der Alltag einer kleinen Lokalredaktion aus?

Dieser Frage geht Johannes Voutsinas nach. Er spricht dazu mit dem Journalisten Mike Schiller. Mike Schiller gründete vor einigen Jahren sein eigenes Nachrichtenportal MeiDresden.de, welches er bis heute erfolgreich leitet. Hier berichten er und sein Team rund um die sächsische Landeshauptstadt Dresden.

Die Redaktion von MeiDresden.de  besteht aus gerade einmal drei Journalisten. Das hat Vorteile, bringt jedoch auch einige Probleme mit sich. Welche das sind und worauf es für ihn bei seiner Arbeit besonders ankommt, beschreibt er in dem folgenden Interview.

Reisejournalismus: Reisebericht ist nicht gleich Reisebericht

Ferne Länder entdecken und Abenteuer erleben, das finden viele Menschen faszinierend. Davon profitiert auch der Reisejournalismus: Reisezeitschriften und -sendungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

In Deutschland gibt es etwa 40 Reisemagazine und rund 200 Zeitschriften und Zeitungen mit Reise-Ressort. Hinzu kommen zahlreiche Fernsehsendungen und Radiobeiträge. Auch im Internet lassen sich immer mehr Reiseblogs finden. Die Branche boomt.

Was den Reisejournalismus kennzeichnet, darüber sprach Annika Grunert mit Professorin Dr. Tatjana Thimm.

Tatjana Thimm arbeitete nach ihrem Studium der Wirtschaftsgeographie, Romanistik, Volkswirtschaftslehre und Internationalen Zusammenarbeit einige Zeit als freie Journalistin. Seit 2007 ist sie Professorin für Tourismusmanagement an der HTWG Konstanz. Neben Themen wie Regionalentwicklung, Kulturtourismus und touristische Erlebnisinszenierung widmet Thimm sich in ihrer Forschung und ihren Publikationen dem Reisejournalismus.

Sprachgebrauch in den Medien

Das Werkzeug der Demokratie ist die Sprache. Politische wie auch gesellschaftliche Auseinandersetzungen – das Aufeinanderprallen verschiedener inhaltlicher Positionen, Meinungsverschiedenheiten, Interessenkonflikte – werden in einer Demokratie verbal ausgefochten. Da finden sich Dramatisierungen bis hin zur Schwarzmalerei und Angst-mache, umgekehrt aber auch Beschönigungen und Verharmlosungen.

Wie aber berichten Journalisten? Was übernehmen sie unhinterfragt? Welches Vokabular verwenden sie – bewusst oder auch unbewusst?

Mit dem Journalisten und Autor Stephan Hebel sprach Karola Weil über Sprachgebrauch in den Medien.

Stephan Hebel war fast 30 Jahre lang Journalist und Redakteur der „Frankfurter Rundschau“ (FR). Inzwischen arbeitet er freiberuflich als Publizist und politischer Autor, er schreibt unter anderem für die FR, „Der Freitag“ und „Deutschlandradio Kultur“. Stephan Hebel ist Jurymitglied der sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres.

Was müssen Journalisten für die Zukunft lernen?/What do journalists need to learn for the future?

Seit Jahren befinden sich die Medien durch die zunehmende Digitalisierung im Umbruch. Die Verlagerung des Nachrichtenkonsums auf das (mobile) Internet sowie die Fülle an unterschiedlichen Informationsquellen zwingen die Verlage umzudenken und umzustrukturieren. Auf der Suche nach neuen Konzepten für den Journalismus geht der Blick oft in die USA, die als Pionier auf diesem Gebiet gelten. Grund genug, sich einmal die Arbeit und die Herausforderungen, denen sich amerikanische Journalisten stellen müssen, anzuschauen.

Beate Schulz (https://wgpeopletrend.wordpress.com/) sprach mit dem amerikanischen Journalisten Chad Smith über die Ausbildung und das Arbeitsleben als angestellter und freier Journalist in den USA.

Chad Smith ist ein freiberuflicher Journalist aus New York, der jetzt in Hamburg lebt. 2009 machte er seinen Masterabschluss im Journalismus an der Universität von New York. Im Anschluss arbeitete er als angestellter Journalist bei der lokalen Tageszeitung Pocono Record. Heute ist er freier Journalist und schreibt für Medien wie die New York Times, die New York Daily News und den Villager.

What do journalists need to learn for the future?

Media has been changing for years because of increased digitisation. The rising consumption of information on the Internet and with the mobile phone as well as the abundance of information sources force publishing companies to rethink and restructure their businesses. In search of new concepts for the future, Germany takes a look at the USA, which is said to be the innovative pioneer in this area. Reason enough for having a look at the work and challenges American journalists have to meet.

Beate Schulz (https://wgpeopletrend.wordpress.com/) spoke to the American journalist Chad Smith about education and his professional life as a staff writer and a freelance journalist in the USA.

Chad Smith is a freelance journalist from New York, who is living in Hamburg now. In 2009 he completed his master’s degree in journalism at New York University. He worked as a staff writer at the local daily newspaper Pocono Record and is working as a freelance journalist now. He writes for media like the New York Times, the New York Daily News and The Villager.

 

Dos and Don’ts beim Video-Interview

Interviews sind bei Journalisten und PR-Fachleuten sehr beliebt. Sie gehören zu den klassischen Darstellungsformen im Journalismus und sind zudem ein wichtiger Bestandteil der eigenen Recherche.

Ob Text-, Audio- oder Videointerview – jedes Format hat seine Besonderheiten.

Brigitte Hagedorn hat mit Heiner Jans über die Spezifika des Video-Interviews gesprochen. Über die Vorbereitung, die richtige Einstellung und worauf Sie hinter der Kamera besser verzichten sollten.

Der Fernsehjournalist Heiner Jans macht als Medientrainer seine Kunden fit für den Auftritt vor der Kamera. Sein Wissen über den richtigen Dreh gibt er in Seminaren und Workshops weiter.

Wie man eine Geschichte mit Storify erzählt

Das Internet-Tool Storify hat sich mittlerweile bei Journalisten und digitalen Medien etabliert. Es bietet die Möglichkeit, Informationen aus verschiedenen Internet-Quellen wie Blogs und Websites oder Kommentare aus den sozialen Netzwerken in einen neuen multimedialen Beitrag einzubauen, diese zu sortieren und mit eigenen Kommentaren in einen Erzählstrang zu bringen. Dabei setzt Storify einen Link zur Quelle und zeigt im Beitrag ein Vorschaubild an.

Mit Storify können zahllose Stimmen aus dem Sozialen Netz in einem Beitrag zusammengefasst werden. Geschichten lassen sich aus einer neuen Perspektive erzählen, so entstehen sehr persönliche Beiträge, die eindringlicher als beispielsweise Interviews sein können.

Darüber hinaus erspart der Journalist dem Leser durch das Zusammenstellen der relevantesten Quellen zu einem Thema die Mühe, sich durch die Flut der im Netz vorhandenen Informationen zu arbeiten.

Beate Schulz sprach mit der Journalistin und Bloggerin Sonja Kaute darüber, was bei der Nutzung von Storify zu beachten ist.

Sonja Kaute arbeitet in der Online-Redaktion des Medienhauses „Der neue Tag“ in Weiden i.d. Oberpfalz. Nebenberuflich ist sie freie Journalistin und Texterin. Ihre Schwerpunkte sind der Online-Journalismus, Social Media und Tauchen. Auf ihrem Blog Stift & Blog schreibt sie über die Digitalisierung und stellt Tools für Journalisten und Blogger vor. Was kann Storify? Eine Liste mit 8 Storify-Typen ist einer ihrer Blog-Beiträge.

Gendern im Rundfunk – geht das?

Das „Gendern“, und dabei Männer wie Frauen in der Sprache zu berücksichtigen, sorgt immer wieder für Diskussionsstoff. Befürworterinnen erachten das Gendern als gesellschaftlich notwendig. Sie wollen Frauen in der Sprache sichtbar machen. GegnerInnen meinen, gegenderte Formulierungen machen Texte unverständlich und unlesbar. Ein Beispiel: Wortkonstruktionen wie das sogenannte Binnen-I, ein großgeschriebenes I in der Mitte des Wortes, um eine gemischtgeschlechtliche Gruppe von Zuhörern und Zuhörerinnen anzusprechen. Das erscheint vielen als eine von mehreren holprigen Konstruktionen, die gerade in einem journalistischen Beitrag nichts verloren haben.

Und wie ist das im Rundfunk? Ein Binnen-I ist zum Beispiel nicht hörbar. Auf den ersten Blick scheint das Gendern in der gesprochenen Sprache noch schwieriger umsetzbar zu sein als durch das Schriftbild. Aber stimmt das überhaupt? Und gibt es weitere Wege, gendersensibel Informationen zu transportieren?

Friederike Schwabel sprach dazu mit Andrea Ernst, Vorsitzende des deutschen Journalistinnenbundes. Sie erklärt, warum gendersensibler Journalismus schon bei der Recherche beginnt und gendersensibles Sprechen nicht unmöglich ist.

Moderation: Vitus Wieser.

Lesen Sie auch den Beitrag von Friederike Schwabel im Onlinemagazin Fachjournalist mit weiterführenden Links und Informationen: Gendern im Fachjournalismus: Pro und Kontra

Schutz vor Überwachung und Rechtsverletzung im Netz

Der Deutsche Anwaltstag 2014 in Stuttgart befasste sich mit dem Schwerpunktthema „Freiheit gestalten“. Im Zentrum standen Fragen nach dem Schutz von Persönlichkeitsrechten im Internet, die seit den Enthüllungen von Edward Snowden sehr intensiv in der Gesellschaft diskutiert werden. Für Journalisten sind dabei gerade der Schutz der Privatsphäre und das Thema „Urheberrecht“ relevant.

Martin Lehmann-Waldau hat sich auf dem Anwaltstag mit Herrn Dr. Thomas Lapp zu einigen dieser Fragen unterhalten. Herr Dr. Lapp ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main und Spezialist für IT-Recht.

Der Journalist als Übersetzer – Fachsprache verständlich machen

Bestandteil einer gründlichen Recherche ist das Hintergrundgespräch mit einer Expertin oder einem Experten. Die Gesprächspartner von Journalistinnen und Journalisten benutzen oft eine Fachsprache, die sich nicht eins zu eins zitieren lässt. Hier wird der Journalist zum Übersetzer. Er muss vermitteln zwischen dem Fachwissen, das der Experte liefert und dem Kenntnisstand seines Publikums, das die Fachbegriffe, die der Experte benutzt, nicht unbedingt versteht.

Rudolf-Werner Dreier ist Pressesprecher der Universität Freiburg und übersetzt jeden Tag: Für Journalisten mit unterschiedlichem fachlichen Hintergrund sowie für die Öffentlichkeit stellt Dreier Forschungsergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität anschaulich dar. Wie arbeitet er sich in die jeweiligen Disziplinen ein? Und was – außer der Übersetzung von Fremdwörtern – zeichnet einen guten Fachtext sonst noch aus? Dieses und mehr fragte Martin Jost.