Von Deutschland in die Welt (Teil 1) – Über Journalisten, die für das Ausland berichten

Nur wenige Länder leisten sich einen eigenen Sender, der Radio- und Fernsehberichte speziell für andere Länder produziert. In Deutschland ist das die Deutsche Welle. Wie die große Schwester BBC in Großbritannien, sendet die Deutsche Welle ihre Programme in alle Welt. Ihre Aufgabe ist es, Deutschland im Ausland verständlich zu machen und den Austausch der Kulturen zu fördern.

In einem Beitrag von Peter Schulz sprechen Ursula Moreno und Frank Kempe über ihre Erfahrungen im Auslandsjournalismus, ihr Zielpublikum und die Besonderheiten und Herausforderungen ihrer Arbeit.

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Verarmt die deutsche Sprache?

Service-Point, Wellness-Weekend, downloaden und updaten – Begriffe dieser Art sind für Teile der deutschen Bevölkerung das Normalste der Welt. Was für den einen cool und modern klingt, ruft bei dem anderen ein eher befremdliches Gefühl hervor. Eines ist dabei klar: Wer über keine oder nur minimale Englisch-Kenntnisse verfügt, ist raus. Raus aus der Welt des Denglischen, das sich schon längst in unserem Wortschatz eingeschlichen hat und in den Medien verbreitet wird. Aber was genau passiert mit der deutschen Sprache? Ob sie schon bald ganz verschwunden sein wird, warum die Deutschen ihre Sprache nicht schützen und was die deutsche Sprache eigentlich so wertvoll macht, darüber hat unsere Reporterin Carolin Winterholler mit der freien Journalistin und Übersetzerin für Französisch und Spanisch Birgit Stolz gesprochen.

Den Artikel Ist die deutsche Sprache noch zu retten? von Birgit Stolz lesen Sie im Fachjournalist Heft 3/2009.

Zweisprachigkeit auf Metropol FM

Die Heimat der größten türkischsprachigen Gemeinde Deutschlands ist Berlin. 1999 ging hier der erste deutsch-türkische Radiosender METROPOL FM auf Sendung. Seitdem sind türkischsprachige Musik und Nachrichten auf Deutsch fester Bestandteil des Programms. Heute sendet METROPOL FM auch in anderen Städten, wie z.B. Stuttgart und erreicht so bis zu 400.000 Hörer.

Tanar Sentürk ist seit 1999 Nachrichtenredakteur bei METROPOL FM. Sara Wilde sprach mit ihm über die Zweisprachigkeit des Senders und die Auswahl der Nachrichten.

Christliche Journalisten im Widerstand

Wo autoritäre Regime an der Macht sind, wird eine freie und kritische Berichterstattung unterdrückt. So auch in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Während viele Journalisten sich instrumentalisieren ließen, schwiegen oder ins Exil gingen, leisteten einige mutige Männer und Frauen im Dritten Reich Widerstand und mussten das mit dem Leben bezahlen. Trotz ihres schrecklichen Schicksals, sind sie noch heute Vorbilder, vor allem angesichts der Unterdrückung der Pressefreiheit in Ländern wie Russland und Iran.

Prof. Dr. Helmut Moll ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts und Professor an der Wissenschaftlichen Hochschule Weilheim. Im Interview mit Leonie Feuerbach erläutert er die Bedeutung des christlichen Widerstandes im Nationalsozialismus und erklärt, wie kritische Informationen in einer Zeit ohne Twitter, Blogs und Youtube verbreitet wurden.

Den Artikel Wie christliche Journalisten als Widerständler der NS-Ideologie zu Opfern der Gewalt wurden lesen Sie im Fachjournalist Heft2/2009 von Prof. Dr. Helmut Moll.

Die neuen Medien – Ein Gespräch mit Matthias Matussek

Podcasten, Webloggen oder Videobloggen. Die neuen Medien bieten den Onlinenutzern viele Möglichkeiten um sich zu informieren. Die Podcaster und Blogger können ihre eigenen Nischen suchen und müssen sich keiner Quotenregel beugen.
Stefan Hubbeling spricht mit dem Spiegel-Kulturredakteur und Videoblogger Matthias Matussek über seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den neuen Medien.

Und im Fachjournalist Heft 3/2008 lesen Sie ein weiteres Interview mit Mathias Matussek.

Islamberichterstattung von ARD und ZDF

Zwei junge Männer wollen mit Kofferbomben deutsche Regionalzüge in die Luft jagen – beide sind Muslime. Mehrere andere junge Männer bauen in Sauerland eine Bombe, mit der sie einen Anschlag verüben wollen. Auch sie Muslime. Das ist tatsächlich passiert. Wenn Massenmedien darüber berichten, berichten sie nur Fakten – oder? Oder schaffen selbst die als seriös geltenden öffentlich-rechtlichen Medien ein „Feindbild Islam“?
Joachim Fulda spricht mit Professor Kai Hafez von der Universität Erfurt über seine Studie über die Islamberichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten.

Mehr dazu finden Sie im Fachjournalist Heft3/2008 in dem Artikel „Das „Islambild von ARD und ZDF. Themenstrukturen einer Negativagenda“ von Prof. Dr. Kai Hafez und Carola Richter.