Kleines Budget, aber große Reichweite – Online-PR für gemeinnützige Organisationen

Erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist für Non-Profit-Organisationen von besonderer Bedeutung. Sie setzen sich für öffentliche Interessen ein und sind in hohem Maße von ihrer Glaubwürdigkeit, dem Vertrauen ihrer Mitglieder und der Unterstützung durch Freiwillige abhängig. Vor allem kleinen Initiativen stehen dabei jedoch oft nur begrenzte Mittel zur Verfügung.

Für sie bietet das Web 2.0 ideale Voraussetzungen, um mithilfe von Online-Petitionen und Videos, in sozialen Netzwerken und auf Blogs eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Im Netz können Non-Profit-Organisationen für gemeinsames Engagement, Teilnahme und Interaktion in einer Community werben, bevor Journalisten über sie berichten und die klassischen Medien auf ihre Belange aufmerksam werden.

Wie man trotz geringer Mittel eine maximale Wirkung erzielen kann, darüber hat Susanne Csik mit zwei Vertretern gemeinnütziger Organisationen gesprochen, die diese Herausforderung erfolgreich meistern.

Nathalie Brucks ist zuständig für Presse- und Öffentlichtkeitsarbeit beim Himmelbeet, einem interkulturellen Gemeinschaftsgarten in Berlin-Wedding. Rolf Peinert vertritt die Berliner Zukunftsgleise e.V., ein Verein, der sich für den Erhalt der historischen Gleisanlagen auf dem Tempelhofer Feld einsetzt. Zudem ist er in der Demokratischen Initiative 100% Tempelhofer Feld aktiv, die sich in einem Volksentscheid erfolgreich gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes stark gemacht hat.

Sprachgebrauch in den Medien

Das Werkzeug der Demokratie ist die Sprache. Politische wie auch gesellschaftliche Auseinandersetzungen – das Aufeinanderprallen verschiedener inhaltlicher Positionen, Meinungsverschiedenheiten, Interessenkonflikte – werden in einer Demokratie verbal ausgefochten. Da finden sich Dramatisierungen bis hin zur Schwarzmalerei und Angst-mache, umgekehrt aber auch Beschönigungen und Verharmlosungen.

Wie aber berichten Journalisten? Was übernehmen sie unhinterfragt? Welches Vokabular verwenden sie – bewusst oder auch unbewusst?

Mit dem Journalisten und Autor Stephan Hebel sprach Karola Weil über Sprachgebrauch in den Medien.

Stephan Hebel war fast 30 Jahre lang Journalist und Redakteur der „Frankfurter Rundschau“ (FR). Inzwischen arbeitet er freiberuflich als Publizist und politischer Autor, er schreibt unter anderem für die FR, „Der Freitag“ und „Deutschlandradio Kultur“. Stephan Hebel ist Jurymitglied der sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres.

Was müssen Journalisten für die Zukunft lernen?/What do journalists need to learn for the future?

Seit Jahren befinden sich die Medien durch die zunehmende Digitalisierung im Umbruch. Die Verlagerung des Nachrichtenkonsums auf das (mobile) Internet sowie die Fülle an unterschiedlichen Informationsquellen zwingen die Verlage umzudenken und umzustrukturieren. Auf der Suche nach neuen Konzepten für den Journalismus geht der Blick oft in die USA, die als Pionier auf diesem Gebiet gelten. Grund genug, sich einmal die Arbeit und die Herausforderungen, denen sich amerikanische Journalisten stellen müssen, anzuschauen.

Beate Schulz (https://wgpeopletrend.wordpress.com/) sprach mit dem amerikanischen Journalisten Chad Smith über die Ausbildung und das Arbeitsleben als angestellter und freier Journalist in den USA.

Chad Smith ist ein freiberuflicher Journalist aus New York, der jetzt in Hamburg lebt. 2009 machte er seinen Masterabschluss im Journalismus an der Universität von New York. Im Anschluss arbeitete er als angestellter Journalist bei der lokalen Tageszeitung Pocono Record. Heute ist er freier Journalist und schreibt für Medien wie die New York Times, die New York Daily News und den Villager.

What do journalists need to learn for the future?

Media has been changing for years because of increased digitisation. The rising consumption of information on the Internet and with the mobile phone as well as the abundance of information sources force publishing companies to rethink and restructure their businesses. In search of new concepts for the future, Germany takes a look at the USA, which is said to be the innovative pioneer in this area. Reason enough for having a look at the work and challenges American journalists have to meet.

Beate Schulz (https://wgpeopletrend.wordpress.com/) spoke to the American journalist Chad Smith about education and his professional life as a staff writer and a freelance journalist in the USA.

Chad Smith is a freelance journalist from New York, who is living in Hamburg now. In 2009 he completed his master’s degree in journalism at New York University. He worked as a staff writer at the local daily newspaper Pocono Record and is working as a freelance journalist now. He writes for media like the New York Times, the New York Daily News and The Villager.

 

Vertrauensverlust der Medien: Quotenjagd statt Sorgfaltspflicht?

Das Vertrauen in den Journalismus ist gesunken: Offizielle Fakten und Zahlen werden angezweifelt oder gar als unwahr abgetan. Und von verschiedenen Seiten wird immer wieder der Vorwurf einer tendenziös berichtenden Presse laut, die nur auf die Quoten schiele, anstatt seriöse Berichte zu veröffentlichen. Auch Zahlen des Deutschen Presserates zeigen, dass die Beschwerden gegenüber publizierenden Medien stark angestiegen sind.

Welche Gründe gibt es für die nachlassende Glaubwürdigkeit der Presse?
Und: Welche Maßnahmen sind gegen diesen Vorwurf zu ergreifen?

Mareike Siebe hat mit Hilde Weeg, freie Radiojournalistin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, systematische Kommunikationsberaterin sowie Lehrbeauftragte an der Universität Jena für „Grundlagen des Journalismus“, über die schwindende Glaubwürdigkeit der Medien gesprochen.

Videoportale – ein Weg aus der Krise der Filmkritik?

„Wir blicken mit Sorge auf Film und Kritik.“ Mit diesen offenen Worten prangerte der Verband der deutschen Filmkritik im letzten Jahr via Flugblatt den Zustand des Kinos und vor allem der Filmkritik an. Dieser fehle es an Unabhängigkeit, Tiefe und Schärfe. Die Kritik verkomme zur bloßen Dienstleistung, und das in einer Zeit, in der das Programmkino zunehmend dem Mainstream unterliege.

Doch wie kann die deutsche Filmkritik in einer Zeit des medialen Umbruchs an Bedeutung und Einfluss zurückgewinnen? Ein Weg könnte das Erkunden publikumswirksamer Portale wie Youtube sein, wo sich inzwischen einige „Selfmade-Filmkritiker“ tummeln und mit ihren Kanälen viele Zuschauer erreichen.

Dobrila Kontić sprach mit den Youtube-Filmkritikern Robert Hofmann und Wolfgang M. Schmitt über ihre Einschätzungen zur Lage der Filmkritik und den Möglichkeiten, die sich ihr auf Plattformen wie Youtube bieten.

Redaktionsblogs – eine Chance für Printmedien?

Blogs erfreuen sich im digitalen Zeitalter zunehmender Beliebtheit. Das scheinen auch etablierte Medien wie die „Zeit“ oder die „Süddeutsche Zeitung“ erkannt zu haben, die mittlerweile – neben dem klassischen Onlineauftritt – auch eigene Redaktionsblogs betreiben.

Blogs sind für Printmedien eine zukunftsorientierte Option, um sich den Bedürfnissen der Leser anzupassen. Nicht immer müssen Blogs mit den klassischen Printmedien konkurrieren. Oft lohnt es sich, beides zu nutzen – sowohl für die Leser als auch für die Redaktionen.

Eva-Maria Hartmann spricht darüber, warum Blogs so beliebt sind und welche Optionen sie für Printmedien darstellen.

Ein Ranking der erfolgreichsten deutschsprachigen Blogs finden Sie in den Deutschen Blogcharts.

Die Zukunft wird responsiv – neue Herausforderungen im Webdesign

Online sein – das gehört heute zum Leben dazu. Egal ob mit Smartphone, Tablet, Laptop, oder Computer – das Netz ist immer mit dabei. Webseiten werden auf den verschiedensten Geräten benutzt und müssen für den Nutzer lesbar und bedienbar sein. Sie müssen sich zudem den Bildschirmgrößen anpassen. Das Stichwort heißt responsives Webdesign: Inhalte ordnen sich abhängig vom Ausgabegerät so an, dass sie lesbar bleiben.

Christine Weingarten sprach mit Patrick Lobacher, Geschäftsführer der +Pluswerk AG, freier Autor und Experte in Sachen Webdevelopment, über die Herausforderungen beim Aufbau einer responsiven Webseite. Dabei erfahren die Zuhörer unter anderem, was die Vorteile des „Mobile-First-Prinzips“ sind und welche Rolle Sprache und Gestik in diesem Bereich künftig einnehmen werden.

Geld verdienen mit dem eigenen Blog

1996 ging in Deutschland der erste Blog online. Wie viele Menschen in Deutschland heute bloggen, ist schwer zu sagen. Denn die Blogging-Szene ist dynamisch und es gibt kein Register, das Blogs auflistet. Eines steht jedoch fest: Es gibt kaum ein Thema, zu dem es keinen Blog gibt. Die einen schreiben über ihre Katzen oder Hunde, die anderen über Baumärkte und Gothic-Reiseziele. Auch Unternehmen haben Blogs längst für sich entdeckt. So dreht sich beispielsweise beim Blog von „Yellow Strom“ alles um das Thema Strom. Mittlerweile besitzen auch viele Journalisten ihren eigenen Blog, auf dem sie über ihre Interessensgebiete schreiben. Damit sich das Bloggen auch finanziell lohnt, bringt die Plattform rankseller Blogger und Werbetreibende zusammen.

Christine Weingarten sprach mit Coskun Tuna, einem der Mitbegründer von rankseller, über sein Angebot und den Vorteil des Bloggens für Journalisten.

Coskun Tuna ist seit Ende 1999 Unternehmer in der digitalen Wirtschaft. Nach der ersten Berührung mit dem Internet kündigte er seinen Polizeiberuf und gründete unter anderem die MitfahrZentrale.de. Von da an folgten weitere Gründungen und Beteiligungen.

Dos and Don’ts beim Video-Interview

Interviews sind bei Journalisten und PR-Fachleuten sehr beliebt. Sie gehören zu den klassischen Darstellungsformen im Journalismus und sind zudem ein wichtiger Bestandteil der eigenen Recherche.

Ob Text-, Audio- oder Videointerview – jedes Format hat seine Besonderheiten.

Brigitte Hagedorn hat mit Heiner Jans über die Spezifika des Video-Interviews gesprochen. Über die Vorbereitung, die richtige Einstellung und worauf Sie hinter der Kamera besser verzichten sollten.

Der Fernsehjournalist Heiner Jans macht als Medientrainer seine Kunden fit für den Auftritt vor der Kamera. Sein Wissen über den richtigen Dreh gibt er in Seminaren und Workshops weiter.

Wie man eine Geschichte mit Storify erzählt

Das Internet-Tool Storify hat sich mittlerweile bei Journalisten und digitalen Medien etabliert. Es bietet die Möglichkeit, Informationen aus verschiedenen Internet-Quellen wie Blogs und Websites oder Kommentare aus den sozialen Netzwerken in einen neuen multimedialen Beitrag einzubauen, diese zu sortieren und mit eigenen Kommentaren in einen Erzählstrang zu bringen. Dabei setzt Storify einen Link zur Quelle und zeigt im Beitrag ein Vorschaubild an.

Mit Storify können zahllose Stimmen aus dem Sozialen Netz in einem Beitrag zusammengefasst werden. Geschichten lassen sich aus einer neuen Perspektive erzählen, so entstehen sehr persönliche Beiträge, die eindringlicher als beispielsweise Interviews sein können.

Darüber hinaus erspart der Journalist dem Leser durch das Zusammenstellen der relevantesten Quellen zu einem Thema die Mühe, sich durch die Flut der im Netz vorhandenen Informationen zu arbeiten.

Beate Schulz sprach mit der Journalistin und Bloggerin Sonja Kaute darüber, was bei der Nutzung von Storify zu beachten ist.

Sonja Kaute arbeitet in der Online-Redaktion des Medienhauses „Der neue Tag“ in Weiden i.d. Oberpfalz. Nebenberuflich ist sie freie Journalistin und Texterin. Ihre Schwerpunkte sind der Online-Journalismus, Social Media und Tauchen. Auf ihrem Blog Stift & Blog schreibt sie über die Digitalisierung und stellt Tools für Journalisten und Blogger vor. Was kann Storify? Eine Liste mit 8 Storify-Typen ist einer ihrer Blog-Beiträge.