Crowdfunding – Finanzierungsmodell für journalistische Projekte?

Eine im Journalismus immer wiederkehrende Frage ist: Wie können aufwändige Projekte finanziert werden? Eine neue Möglichkeit bietet die Internet-Community, die kreative Projekte über Crowdfunding finanzieren könnte.

Das Institut für Kommunikation in sozialen Medien weist in einer Studie aus dem Sommer 2011 nach: Viel Öffentlichkeitsarbeit hilft viel. Wenn Medien (Print, Radio oder Online) über ein Crowdfunding-Projekt berichten, ist die Chance auf die erfolgreiche Finanzierung besonders gut. So scheint sich dieser Ansatz zu einer großen Chance für die Finanzierung journalistischer Arbeit zu entwickeln.

Doch was ist Crowdfunding eigentlich? Wie funktioniert dieser Ansatz? Joachim Fulda sprach mit der Publizistin Dr. Andrea Kamphuis, die über Crowdfunding im Frühjahr 2011 8000 Euro einwarb, um ein populärwissenschaftliches Sachbuch über Autoimmunerkrankungen zu schreiben.

Am 25. Oktober 2011 veranstalte der Deutsche Fachjournalisten-Verband im Rahmen seines neuen Veranstaltungsformates dfjv:konnekt eine Podiumsdiskussion zum Thema „Crowdfunding – Finanzierungsmodell für freie Journalisten und Fotografen (-netzwerke)?“. Zum Videomitschnitt der Veranstaltung gelangen Sie hier, zur Fotogalerie hier.

Einen lesenswerten Beitrag der Interviewpartnerin Dr. Andrea Kamphuis zum Verständnis von Crowds als dynamisch strukturierter Netzwerke denn als anonyme Massen finden Sie hier.

5 Gedanken zu “Crowdfunding – Finanzierungsmodell für journalistische Projekte?

  1. Pingback: Interview: Crowdfunding – Finanzierungsmodell für journalistische Projekte? | Friendly Fire

  2. Crowdfunding mag ja eine sehr schöne Sache sein Themen veröffentlichen zu können, welche evtl. nur sehr wenige Menschen interessiert / berührt;
    aber, unabhängiger Journalismus ist meiner Meinung nach dann leider Ausgeschlossen!!! – Der lieben Lobby ist Tür und Tor geöffnet!!!
    MfG, O. Kampmann

  3. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar!

    Ich denke, dass gerade das Buch-Projekt von Frau Dr. Kamphuis zeigt, wie über crowdfunding vordergründige „Rand-Themen“ genügend Menschen mobilisiert werden können (z.B. zum Thema Autoimmunkrankheiten), um unabhängigen Journalismus zu realisieren.

    Ich möchte gerade deswegen doch bei Ihrer These nachfragen, dass über crowdfunding dem Lobbyismus Tür und Tor geöffnet würde: was meinen Sie denn damit genau? Können Sie dies vielleicht an konkreten Beispielen erläutern?

    Oder bezieht sich Ihre These eher auf das im Interview postulierte Marktversagen der etablierten Verlage und weniger auf Lobbying?

    Ich wäre Ihnen dankbar, Ihre These einfach konkreter zu begründen, damt ich darauf inhaltlich besser antworten kann.

    Ihnen ein schönes Wochenende! Mit freundlichen Grüßen,

    Joachim Fulda

  4. Ich denke, dass Crowdfunding die Möglichkeit für sämliche Bereiche bietet und dementsprechend auch genutzt werden sollte. Hier bei uns stehen viele dem ganzen ja doch noch sehr skeptisch gegenüber, aber oftmals ist dies aber auch die einzige Möglichkeit, die man hat.

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